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24 Mai, 2019
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Wer war Andreas Gordon

  • 15. Juni 1712 George wird in Cofforach Schottland als Georg Gordon geboren elek
  • 1724 Mit 12 Jahren ging Gordon in das Schottenseminar nach Regensburg, da die damalige politische und religiöse Lage in England und Schottland den katholischen Schotten den Zugang zu höheren Studien und Ă„mtern verwehrte. In Regensburg machte er in 5 Jahren sein Gymnasialstudium. Der Abt Bemard Baillie gestattete Gordon eine Bildungsreise nach Ă–sterreich, Italien und Rom
  • 1732 Gordon kommt nach Regensburg zurĂĽck. Er tritt am 24.02.1732 in das Noviziat ein und erhält den Ordensnamen Andreas.
  • 1735 Er studierte zunächst im Kloster scholastische Philosophie bei P. Gallus Lieth, der 1735 nach Erfurt ging und hier Professor der philosophischen Fakultät wurde. Gordon studierte weiter beim Dominikaner Iselbrecher, wo er auch seine theologische Disputation hielt. 1735 wurde Andreas Gordon zum Priester geweiht, danach absolvierte er an der Benediktiner Universität Salzburg ein Rechtsstudium, wobei er Jura und Theologie studierte.
  • 1736 In den Semesterferien reist er nach Paris.
  • 1737 Das Examen in Philosophie und Theologie beendete er mit "sehr gut" und das juristische Examen mit Auszeichnung. Er wechselt nach Erfurt und ĂĽbernimmt hier ein Ordinariat an der Philosophischen Fakultät. Im Wintersemester 1737/38 begann Gordon in der "Schotte" mit den Vorlesungen. Die Zahl der philosophischen Disputationen (gelehrtes Streitgespräch) durch Gordon mehrte sich. Er wandte sich immer mehr der reinen Experimentalphysik, besonders den Phänomenen der Elektrizität zu. Er entwickelt eine Elektrisiermaschine (s. Bild).
  • 1742 Der Krakauer Erzbischof J.A. Zaluski will Gordon als Bibliothekar verpflichten.
  • 1743 Gordon soll fĂĽr die Wahl zum Abt in Regensburg kandidieren. Er bleibt aber in Erfurt. 1743 kam der Bruch und die Abneigung mit den bisherigen Philosophiemethoden. Er veröffentlicht die Ergebnisse seiner naturwissenschaftlichen Experimente
  • 1744 Die Ergebnisse seiner Experimente publizierte Gordon 1744 fĂĽr ein gelehrtes Publikum in lateinischer Sprache und fĂĽr "eine weitere Ă–ffentlichkeit" in Deutsch
  • 1745 Gordon veröffentlicht das erste Werk gegen die Scholastik ( "Philosophia utilis et jucunda"), Er eröffnet das Sommersemester mit einer Grundsatzrede "De Philosophia nova veteri praeferenda", die weithin in ganz Deutschland Aufsehen erregte.. Gordon befasste sich immer mehr mit den Naturwissenschaften, besonders mit der "Metaphysik" und "Pneumatologie". Er wird daraufhin auch Ehrenmitglied in der Akademie zu Perugia (Italien)
  • Gordon veröffentlichte BĂĽcher Sein 1. Band befaĂźte sich mit der Metaphysik, der 2. Band mit Mathematik, der 3. Band mit Physik, besonders mit der Elektrizität, wo Gordon Fachmann und auf der Höhe seiner Zeit war.
  • seit 1747 Viele warteten schon auf den Umbruch und die Befreiung von der scholastischen Methode (mittelalterliche Philosophie). Die neue Philosophie Gordon's und besonders seine programmatischen Reden 1745 und 1747 hatten im gelehrten Deutschland eine auĂźerordentliche Wirkung. Seine Freunde aus dem Benediktinerorden, mit denen er in Salzburg zusammen studiert hatte, fĂĽhlten sich nun wie befreit vom Druck der veralteten scholastischen Methode und versuchten selbst auf dem Weg von Gordon weiterzugehen. Gordon fand in Erfurt und Mainz groĂźen Beifall. heftige Kontroversen mit jesuitischen Gelehrten an der Erfurter Universität
  • 1748 wird von Abbè Nollet zum korrespondierenden Mitglied der Academie des Sciences in Paris vorgeschlagen und in die Akademie aufgenommen
  • 1750 Die Jesuiten waren gegen die Lehren Gordon's und veröffentlichten eine Reihe von Schriften gegen seine Philosophie. Gordon dagegen forschte immer mehr in der Mathematik und Physik. AnkĂĽndigung und 1751 Veröffentlichung seines ersten Bandes von "Physicae experimentailis Elementa", in: usu Academicos conscripta.
  • Es treten erste Anzeichen einer Erkrankung auf. Gordon konzentriert sich von nun an nur noch auf das Wesentliche
  • FrĂĽhjahr 1751 erschien sein letztes Werk. Die nächsten beiden Bände wurden von seinem Nachfolger Bernhard Grant herausgegeben erkrankt an Lungentuberkulose
  • 22. August 1751Andreas Gordon stirbt an offener Lungentuberkolose und wird am 24. August 1751 in der Erfurter Schottenkirche beigesetzt